VARDR
VARDR ist unsere defensive Sicherheitsschicht für lokale Systeme und Rechenzentren. Es sichert nicht nur die Erkennung von Angriffen, sondern vor allem die Entscheidungen darüber: Jede sicherheitsrelevante Aktion muss signiert, zielgebunden und lokal freigegeben sein – und bleibt später manipulationssichtbar dokumentiert.
Wie VARDR schützt
Eine Signatur ist nicht genug
Ein gültiger Schlüssel autorisiert nichts allein. Ziel, Frische, Replay-Zustand und eine lokale Freigabe müssen zusätzlich passen – zentrale Autorität und Betreiber vor Ort teilen sich die Kontrolle.
Im Zweifel geschlossen
VARDR arbeitet fail-closed: Bei beschädigtem oder unklarem Zustand blockiert es, statt riskant weiterzumachen. Sicherheit geht vor bequemem Durchlauf.
Rein defensiv
Täuschung, Köder und Isolation wirken nur in der eigenen Infrastruktur. VARDR verlangsamt und dokumentiert Angreifer – es greift keine fremden Systeme an.
Was VARDR kann
Signierte Aktionen
Zwei-Schlüssel-PrinzipSteuerbefehle sind signiert und an Zielknoten, Aktion und Zeit gebunden. Ausgeführt wird nur, was der Endpunkt zusätzlich lokal erlaubt.
Verschlüsselter Container
Argon2id · XChaCha20Dateien werden mit etablierten Verfahren chunkweise authentifiziert verschlüsselt. Klartext entsteht erst, wenn alles geprüft ist – ein Fehlversuch hinterlässt keine halbe Datei.
Replay- & Rollback-Schutz
Nichts doppelt, nichts zurückNachrichten werden höchstens einmal angenommen, ältere Richtlinien und zurückgespielte Zustände abgelehnt.
SafeOpen & Quarantäne
Bevor es geöffnet wirdLinks und Anhänge werden vorab geprüft – getarnte Dateitypen, doppelte Endungen, verdächtige Adressen. Kritisches landet in isolierter Quarantäne mit klarem Lebenszyklus.
Manipulationssichtbares Audit
Anker & WitnessSicherheitsereignisse werden verkettet und signiert, extern verankert und von einer unabhängigen Instanz bezeugt – so werden Veränderung, abgeschnittene Enden und Zurückspulen erkennbar.
Sicherer Export
Safe & SealedDateien verlassen das System nur geprüft, ohne aktive Inhalte und mit Manifest. Sensible Exporte bleiben ohne separates Grant unbrauchbar.
VARDR ist eine ergänzende Schutz- und Evidenzschicht, kein Ersatz für EDR, SIEM oder Firewall – und keine Zusicherung absoluter Angriffssicherheit.
Nicht nur erkennen – beweisbar machen
Der Unterschied zu klassischer Erkennung: VARDR sichert nicht nur, dass eine Reaktion passiert, sondern dass sie autorisiert war und später nachweisbar bleibt. Zwischen Sensor, Entscheidung, Umsetzung und Protokoll sitzt kein blindes Vertrauen.
- Jede privilegierte Aktion ist signiert, zielgebunden und lokal freigegeben
- Veraltete oder wiederholte Anforderungen werden abgelehnt
- Privilegierte Befehle laufen nur aus vertrauenswürdigen Systempfaden, ohne Shell
- Auditketten sind signiert und extern verankert
- Eine unabhängige Witness-Kette macht auch abgeschnittene Enden erkennbar
- Die Beweiskette behält Herkunft, Reihenfolge und Integrität
So entsteht eine überprüfbare Kette von der Erkennung bis zum Beweis – die Stärke von VARDR liegt in der Nachweisbarkeit, nicht im Versprechen absoluter Sicherheit.
Eine schmale Schicht über Ihrer Sicherheit
VARDR ersetzt weder Firewall, EDR noch SIEM – es ergänzt sie. Ihre bestehenden Systeme erkennen und korrelieren; VARDR sorgt dafür, dass die daraus folgenden Entscheidungen signiert, kontrolliert und manipulationssichtbar bleiben. Als Subsystem im Berlin-Verbund läuft es lokal in Deutschland, ohne Cloud.
Ihre Daten bleiben in Deutschland.
Sicherheits-Governance für Ihr Rechenzentrum
Wir pilotieren VARDR eng begrenzt – von signierter Policy-Verteilung über externe Auditanker bis zur kontrollierten Reaktion auf Testknoten. Schreiben Sie uns, was Sie absichern wollen.
kontakt@45technologies.de