Internes System · IT-Sicherheit

VARDR

VARDR ist unsere defensive Sicherheitsschicht für lokale Systeme und Rechenzentren. Es sichert nicht nur die Erkennung von Angriffen, sondern vor allem die Entscheidungen darüber: Jede sicherheitsrelevante Aktion muss signiert, zielgebunden und lokal freigegeben sein – und bleibt später manipulationssichtbar dokumentiert.

Haltung

Wie VARDR schützt

01

Eine Signatur ist nicht genug

Ein gültiger Schlüssel autorisiert nichts allein. Ziel, Frische, Replay-Zustand und eine lokale Freigabe müssen zusätzlich passen – zentrale Autorität und Betreiber vor Ort teilen sich die Kontrolle.

02

Im Zweifel geschlossen

VARDR arbeitet fail-closed: Bei beschädigtem oder unklarem Zustand blockiert es, statt riskant weiterzumachen. Sicherheit geht vor bequemem Durchlauf.

03

Rein defensiv

Täuschung, Köder und Isolation wirken nur in der eigenen Infrastruktur. VARDR verlangsamt und dokumentiert Angreifer – es greift keine fremden Systeme an.

Fähigkeiten

Was VARDR kann

Signierte Aktionen

Zwei-Schlüssel-Prinzip

Steuerbefehle sind signiert und an Zielknoten, Aktion und Zeit gebunden. Ausgeführt wird nur, was der Endpunkt zusätzlich lokal erlaubt.

Verschlüsselter Container

Argon2id · XChaCha20

Dateien werden mit etablierten Verfahren chunkweise authentifiziert verschlüsselt. Klartext entsteht erst, wenn alles geprüft ist – ein Fehlversuch hinterlässt keine halbe Datei.

Replay- & Rollback-Schutz

Nichts doppelt, nichts zurück

Nachrichten werden höchstens einmal angenommen, ältere Richtlinien und zurückgespielte Zustände abgelehnt.

SafeOpen & Quarantäne

Bevor es geöffnet wird

Links und Anhänge werden vorab geprüft – getarnte Dateitypen, doppelte Endungen, verdächtige Adressen. Kritisches landet in isolierter Quarantäne mit klarem Lebenszyklus.

Manipulationssichtbares Audit

Anker & Witness

Sicherheitsereignisse werden verkettet und signiert, extern verankert und von einer unabhängigen Instanz bezeugt – so werden Veränderung, abgeschnittene Enden und Zurückspulen erkennbar.

Sicherer Export

Safe & Sealed

Dateien verlassen das System nur geprüft, ohne aktive Inhalte und mit Manifest. Sensible Exporte bleiben ohne separates Grant unbrauchbar.

VARDR ist eine ergänzende Schutz- und Evidenzschicht, kein Ersatz für EDR, SIEM oder Firewall – und keine Zusicherung absoluter Angriffssicherheit.

Der Kern

Nicht nur erkennen – beweisbar machen

Der Unterschied zu klassischer Erkennung: VARDR sichert nicht nur, dass eine Reaktion passiert, sondern dass sie autorisiert war und später nachweisbar bleibt. Zwischen Sensor, Entscheidung, Umsetzung und Protokoll sitzt kein blindes Vertrauen.

  • Jede privilegierte Aktion ist signiert, zielgebunden und lokal freigegeben
  • Veraltete oder wiederholte Anforderungen werden abgelehnt
  • Privilegierte Befehle laufen nur aus vertrauenswürdigen Systempfaden, ohne Shell
  • Auditketten sind signiert und extern verankert
  • Eine unabhängige Witness-Kette macht auch abgeschnittene Enden erkennbar
  • Die Beweiskette behält Herkunft, Reihenfolge und Integrität

So entsteht eine überprüfbare Kette von der Erkennung bis zum Beweis – die Stärke von VARDR liegt in der Nachweisbarkeit, nicht im Versprechen absoluter Sicherheit.

Im Verbund

Eine schmale Schicht über Ihrer Sicherheit

VARDR ersetzt weder Firewall, EDR noch SIEM – es ergänzt sie. Ihre bestehenden Systeme erkennen und korrelieren; VARDR sorgt dafür, dass die daraus folgenden Entscheidungen signiert, kontrolliert und manipulationssichtbar bleiben. Als Subsystem im Berlin-Verbund läuft es lokal in Deutschland, ohne Cloud.

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Ihre Daten bleiben in Deutschland.

Kontakt

Sicherheits-Governance für Ihr Rechenzentrum

Wir pilotieren VARDR eng begrenzt – von signierter Policy-Verteilung über externe Auditanker bis zur kontrollierten Reaktion auf Testknoten. Schreiben Sie uns, was Sie absichern wollen.

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